Österreich, Tschechien, die Slowakei und Ungarn steuern auf eine komplette Grenzöffnung Mitte Juni zu, wie der Außenminister Österreichs Alexander Schallenberg am Montag mitteilte. Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó hat am Montag mit seinen österreichischen, tschechischen und slowakischen Amtskollegen über die Lockerung der Grenzbeschränkungen gesprochen.

Die Grenze zu Österreich und zu der Slowakei könnten bereits in wenigen Wochen wieder offen sein. Darüber haben die Außenminister von Tschechien, Österreich, Ungarn und der Slowakei abgesprochen. Der österreichische Minister Schallenberg betonte, dass sich bei den Gesprächen klar gezeigt habe, „dass es eine positive Dynamik in Hinblick auf eine Wiederherstellung der Reisefreiheit Mitte Juni gibt“.

Voraussetzung ist, dass die Zahlen der Infektionen mit dem Coronavirus weiter zurückgehen müssten, dann „könnte die endgültige Entscheidung über eine Öffnung der Grenzen schon sehr bald von den Regierungschefs dieser Länder getroffen werden“. Allerdings sei es eine Entscheidung der jeweiligen Regierungen, ob die Grenzen mit allen vier Ländern zeitgleich geöffnet werden.

Ungarn, Österreich, die Tschechische Republik und die Slowakei seien in der Region stark voneinander abhängig, sagte der ungarische Außenminister Péter Szijjártó nach den Gesprächen in einem Live-Videostream auf Facebook. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den vier Ländern seien ebenfalls „hoch aktiv“, so der Minister und wies auf die engen Verbindungen zwischen ihren Grenzregionen hin.

Österreich ist Ungarns wichtigster Handelspartner in der Region, während die Slowakei der drittwichtigste ist, sagte Szijjártó und fügte hinzu, dass das jährliche Handelsvolumen mit beiden Ländern im vergangenen Jahr rund 10 Milliarden Euro betrug.

„Es liegt daher in unserem Interesse, unseren Wirtschafts- und Handelsbeziehungen neuen Schwung zu verleihen“

Er hob den Schutz des menschlichen Lebens und der Gesundheit als den wichtigsten Faktor hervor, der bei der Lockerung der Grenzkontrollen zu berücksichtigen ist.

Die vier Länder haben den 15. Juni als Zieltermin für die Aufhebung der Beschränkungen an ihren Grenzen festgelegt. Dies hänge jedoch stark vom Status der neuartigen Coronavirus-Epidemie ab.

Die Erfahrungen mit der Lockerung der Beschränkungen an den ungarischen Grenzen seien bislang positiv, sagte Szijjártó und verwies auf die jüngste Entscheidung, die ungarisch-serbische Grenze wieder für die Öffentlichkeit zu öffnen.

Szijjártó wird am Mittwoch mit seinem polnischen Amtskollegen und am Donnerstag mit dem slowenischen Außenminister weitere Gespräche führen.

Quelle:  https://ungarnheute.hu

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